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Nova Rock 2011 – Tag 1
Novarock 2011 (day 1) - Blue Stage: Linkin Park, 30 Seconds To Mars, Wolfmother, Guano Apes, Dredg, Plain White T's... Red Stage: The Sisters Of Mercy, The Darkness, In Extremo, Hammerfall, Sick Of It All, Eisbrecher... am 11.06.2011, Pannonia Fields II

Samstag Mittag in Wien, die große Welle der Anreisestaus zu den Pannonia Fields II war schon vorbei, somit stand einer gemütlichen Anreise nach Nickelsdorf nichts im Weg.
Bei herrlichem Festivalwetter, nur einzelnen Wolken, eher noch Wölkchen, am Himmel und gemütlichen 25°C fährt man gerne ins landschaftliche Nichts nebst der ungarischen Grenze!
Auf dem Festivalgelände herrschte bereits reges Treiben, allerorts vergnügte Menschen in Feierlaune, so lässt sich ein sonniger Nachmittag durchaus genießen. Auf der „Blue Stage“ waren gerade Silverstein an der Reihe. Die junge Band aus Kanada gab sich keine Blöße und animierte das Publikum, ordentlich Staub aufzuwirbeln; davon gibt es auf den Pannonia Fileds nun einmal mehr als genug, wie wir in den laufenden Tagen noch das eine, oder andere Mal bestätigt bekamen! Jedenfalls waren die melodiösen Emo-Core-Klänge von Silverstein ein gelungener Einstieg in den Festivalnachmittag.

Danach ging es, motiviert bis in die Haarspitzen, zum ersten Wandertag zur zweiten großen Bühne, der „Red Stage“ – vorbei am eigens herangeschafften Vergnügungspark mit Bungy Jumping, Karussell und einigen anderen Attraktionen, vorbei am Red Bull Brandwagen, wo täglich einige Bands auftraten, und Autogrammstunden abgehalten wurden, und vorbei an der Zeltbühne, der „Abschalten Jetzt! Stage“, auf der neben Nachwuchsbands auch bekannte Namen wie z.B. Boon oder Knorkator zu bewundern waren, oder in den darauffolgenden Tagen Sado Maso Guitar Club und Itchy Poopzkid.

Jedenfalls, next Stop „Red Stage“, Zeit für ein wenig härtere Klänge! Die schwedische Metal-Band Pain heizte den Leuten vor der Bühne ordentlich ein, wiederum stieg eine gefühlte Tonne Staub im Wellenbrecher auf! Es geht doch nichts über metallische Klänge am frühen Nachmittag!
Der nächste Fixpunkt im persönlichen Programm erforderte gleich im Anschluß daran den Rückmarsch zur „Blue Stage“. Ganz eine andere Tonart schlugen dort die fantastischen Dredg an! Eher melancholische, obgleich wunderschöne Töne, die aber so ganz und gar nicht zum bisher gehörten, und auch nicht so ganz zum immer noch ausreichend vorhandenen Tageslicht passten! Vom neuen Album, über das sich ebenfalls die Geister eingefleichter Fans scheiden, wurden lediglich drei Nummern präsentiert. Der Rest des Auftritts bestand aus altbekannten Nummern, die beim Publikum durchaus gut ankamen. Auch nach dem Auftritt zeigte sich die Band im Pressezelt durchwegs sehr umgänglich, ganz im Gegensatz zu einem gewissen Herrn Jared Leto, der sich partout nicht ablichten lassen wollte, weder abseits, noch auf der Bühne!

Ganz im Sinne der bisher miterlebten Stilvielfalt stand danach für mich der nächste Stilbruch an. Retour bei der „Red Stage“ durfte wieder ausgiebig Staub inhaliert werden! Beim Hardcore-Urgestein Sick of it All gab es ordentlich was auf die Mütze! Die New Yorker genießen nicht umsonst den Ruf, eine der wichtigsten Bands des Hardcore Genres zu sein. Umso mehr überrascht waren Band und auch der eine oder andere Besucher, als auf die Frage hin, wer denn aller zum ersten Mal sick o fit All live sehen würde, geschätzte 80% der Anwesenden brav die Hände hochstreckten!Die Frage, wo die denn alle die letzten 25 Jahre gewesen sind, war somit mehr als gerechtfertigt! Uns hat´s jedenfalls wieder einmal sehr gefallen, was SoiA hier an Energie und Wut losgelassen haben!

Zurück auf der „Blue Stage“ wurden wir gerade noch Zeugen der letzten paar Nummern der Guano Apes. Sandra Nasic und Band haben es immer noch drauf, die Meute in Partystimmung zu versetzen, kein Wunder bei den ganzen altbekannten Hits!
Nichtsdestotrotz hatten wir den Hatscher zurück zur großen Bühne absolviert, um den „heimlichen Headliner“ des ersten Tages zu sehen: Wolfmother! Die Jungs aus Australien, inzwischen in neu formierter Besetzung, blieben den Besuchern auch nichts schuldig! Nach dem ersten Hype von vielen als Abklatsch großer Bands längst vergangener Tage abgetan, melden sie sich jetzt mehr als eindrucksvoll zurück! Eine tolle Show von der ersten bis zur letzten Nummer, soweit mir in Erinnerung geblieben ist, hat keiner der großen Hits gefehlt! Ganz große Party und ganz große Show!

Frei nach dem Motto „den Herrn Leto hamma eh schon so oft gesehen…“, ließ ich danach den Auftritt von 30 Seconds To Mars kurzerhand sausen und spazierte wieder hinüber zur „Red Stage“.
Nicht, dass ich die deutschen Mittelalterrocker von In Extremo noch nicht oft genug gesehen hätte… Trotzdem bekommt man von ihnen immer wieder eine spektakuläre Show geboten, die mit Pyrotechnik und einem riesigen Repertoire der verschiedensten ausgefallenen Instrumenten punktet! Seien es die die alten Klassiker, oder auch Nummern vom aktuellen Album, nicht einmal technische Probleme können den Haudegen von In Extremo die Show vermasseln! Mit ein wenig Improvisation war es unterm Strich wieder einmal ein sehenswertes Spektakel!

Danach gehörte die "Red Stage" der britischen Band The Darkness. Frisch wiedervereint, und auch wieder in Originalbestzung, mit Sänger Justin Hawkins!
In hautengem Kostüm, mit Zwirbelbart, so wie es sich für den anständigen Glamrocker eben gehört! Mit einer gehörigen Portion Selbstironie gaben die Musiker auf der Bühne alles, wirklich alles! Ob die Tränen so manch einem hartgesottenen Metalhead vor der Bühne vor Freude, oder vor lauter Lachen in den Augen standen, bleibe an dieser Stelle unkommentiert...! In jedem Fall hat die Show, übrigens die erste außerhalb Großbritanniens seit der Reunion, mächtig Spass gemacht! Irgendwie kauft man es Mr. Hawkins ab, wenn mit vollster Hingabe er "I believe in a ting called love!" in die Nickeldorfer Nacht jault! ;-)

Zu guter letzt verschlug es mich ein letztes Mal hinüber zur „Blue Stage“. Ein gutes Stück der Show der US-Band Linkin Park ging sich noch aus. Ein paar radiotaugliche Hits, die bei den Massen vor der Bühne gut ankamen, und die eine oder andere altbekannte Nummer der Publikumslieblinge nahmen wir noch mit auf den Nachhauseweg.

Ein weiterer Besuch der "Red Stage" erschien uns zu später Stunde dann doch schon ein wenig zu beschwerlich, auch wenn dort noch die Late Night Show der Sisters of Mercy gewartet hätte...

Interessant wäre noch gewesen, zu wissen, wieviele Kilometer wir zwischen den beiden großen Bühnen an diesem Tag Eins des Nova Rock Festivals 2011 schon abgespult hatten, eines war schon zu diesem Zeitpunkt sicher – es würden noch einige dazukommen in den kommenden Tagen! 15.06.2011 von Werner














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