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White Lies & Support @ Gasometer, 08.03.2011
White Lies am 08.03.2011, Gasometer/BA-Halle
Endlich hat es geklappt! Nach einem abgesagten Gig im Herbst 2009 und einem abgebrochenen Anfang letzten Jahres in der Arena, lieferten die White Lies ein beeindruckendes Konzert im Wiener Gasometer. Die tiefe Bariton-Stimme von Frontman Harry McVeigh überstand dieses Mal problemlos die volle Länge der Show. Eröffnet wurde der Konzert-Abend überraschenderweise von den heimischen Human Shout die anstelle der US-Band 'Transfer' spielten. Angeblich erfuhren die drei Jungs erst ein paar Stunden zuvor, dass sie als Support der White Lies auftreten sollen. Die 30minütige Show war geprägt von melancholisch zerbrechlichem Indie-Rock. Als zweiter Anheizer betraten wie geplant die US-Amerikaner von Crocodiles die Bühne. Obwohl die Mannen aus San Diego stammen, orientieren sich die Songs teilweise am Britpop a la Oasis, was dem im Laufe des Konzerts immer zahlreicher werdenden Publikum aber nicht störte. Während der Umbaupause brodelte die Halle vor Aufregung. Nachdem das Licht im Gasometer ausging und das Intro von A Place To Hide, einem Song der in gewisser Weise an "Love will tear us apart" erinnert, gab es in der Menge kein Halten mehr. Dass die Jungs aus London aber kein weiterer belangloser "Joy Division Aufguß" in der Post-Punk-Revival-Welt sind, bewiesen sie in den darauffolgenden 75 Minuten. Es folgte ein ausgewogenes Potpourri mit Songs von der Debütplatte To Lose My Life und dem aktuellen Album Ritual. Besonders bei den alten Songs demonstrierten die Fans die Textsicherheit durch lautstarkes Mitsingen. Live werden Frontman Harry McVeigh, Charles Cave, der übrigens für alle Texte der White Lies verantwortlich ist, und Jack Lawrence-Brown von einem zusätzlichen Keyboarder bzw. Gitarristen unterstützt. Der Sound wirkte dadurch noch bombastischer und mitreißender. Abgerundet wurde das Gesamtbild durch eine anfangs sehr dezenten Beleuchtung die sich aber gegen Ende des regulären Sets, welches mit Death endete, zu einer regelrechten Lightshow steigerte. Für die Zugabe hoben sich die Briten das sehr Nick Cave anmutende Unfinished Business, die neue Nummer The Power & The Glory und natürlich den grandiosen Hit Bigger Than Us aus dem aktuellen Album, auf. Dass die White Lies eine breite Masse ansprechen, spiegelte sich im Publikum wieder. Neben kreischenden Teenagern mit Transparenten waren auch alternde New-Wave-Fans die die 80er Jahre wirklich miterlebten am Rande der Halle zu finden. Fazit: Ein großartiger Konzertabend mit jungen, talentierten Musikern.
09.03.2011 von martinf

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